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Französischer Pressespiegel 20.04.2007

I. Aufmacher

Tageszeitungen machen einheitlich mit Wahlberichterstattung auf:
LE FIGARO "Die Kampagne in der Beurteilung der Franzosen", LIBERATION "Im Endspurt...", LE MONDE: "Die UMP ist über Anti-Sarkozy-Stimmung beunruhigt", LA CROIX "Die Versprechen einer Wahl". LE PARISIEN zitiert aus einem Gespräch von Lesern mit Sarkozy "Ich habe überall Narben" (Hinweis auf persönliche Angriffe auch auf seine Familie im Wahlkampf).

II. Themen im Einzelnen

a) Wahlkampf

Zwei Tage vor dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen berichten Zeitungen zusammenfassend über Ablauf und wichtigste Themen des Wahlkampfs, stellen verschiedene Meinungsumfragen gegenüber und widmen sich bereits ersten Überlegungen über die möglichen Regierungsmannschaften einzelner Kandidaten. Einer Umfrage des FIGARO zufolge werde Wahlkampagne und deren Qualität von vielen Franzosen kritisch gesehen, unter den Kampagne der einzelnen Kandidaten werden die von Bayrou und Sarkozy am positivsten gesehen.
Unter Bezug auf Gespräche mit der Umgebung Royals stellen mehrere Zeitungen mögliche Regierungsmitglieder einer PS-Regierung vor: Als Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten werden die Namen Rebsamen, Chevènement, Bianco, Strauss-Kahn, Lamy, Sapin und Bertinotti genannt, die Chancen Ayraults werden unterschiedlich bewertet. Die weitere Zukunft Hollandes sei unbekannt.
Als mögliche Minister bei einer Wahl Bayrous werden de Sarnez (Außen- oder Innenministerium), Morin, Arthuis und Borloo ausgemacht.
In einem Namensartikel in LIBERATION spricht sich der ehemalige Verteidigungsminister Richard gegen eine Allianz der UDF mit dem PS aus.
In einem Kommentar zur Wahlkampagne wirft LE MONDE den Kandidaten Sarkozy und Royal ein permanentes Oszillieren und eine gemeinsame Obsession, aktuelle Themen und Stimmungen aufzugreifen, vor. Bayrou gebe zu dieser Kritik weniger Anlass, seine Kampagne laufe hingegen auf eine neue politische Ordnung zu, deren Verwirklichung unrealistisch sei. Sarkozy habe sich im Wahlkampf zwei Mal gegen seine selbst proklamierten Werte gestellt: Durch die Ankündigung eines Ministeriums für nationale Einheit und Einwanderung und seine Äußerungen einer genetische Prädisposition für Pädophilie. Einen politischen Gegenentwurf zu Sarkozy würde nur Frau Royal anbieten.

b) Themen mit Deutschlandbezug

Nach LE MONDE birgt die Wahlkampagne eine Saat für zahlreiche Konflikte zwischen Paris und Berlin. Die deutsche Presse zeige Sympathien für Bayrou, am offensten werde Royal kritisiert. Das Treffen Royals mit Bundesminister Müntefering im März habe auf deutscher Seite nicht zu einem besserem Verständnis der Positionen Royals geführt, so wird eine der SPD nahe stehende Quelle zitiert. Sarkozy habe durch seine Vorstellungen zum Verfassungsvertrag Vorteile in Berlin, wobei sein industriepolitisches Vorgehen in den Fällen Sanofi - Aventis und Siemens - Alstom schon wieder vergessen sei.
LE FIGARO berichtet über neue Vorhaben von Innenminister Schäuble im Anti-Terrorkampf. Ebenfalls im FIGARO wird über das aus dem Erfolg der deutschen Popgruppe Tokio Hotel resultierende Interesse an der deutschen Sprache unter französischen Jugendlichen informiert.
Mehrere Zeitungen stellten faktisch den jüngsten Bericht der Wirtschaftsforschungsinstitute über die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands vor. Weitere Wirtschaftsthemen aus Deutschland: Aktionärsversammlung Volkswagen und von Pierers Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens.

EADS

Erneut kurze Berichterstattung zu Vorwürfen an Finanz- und Wirtschaftsminister Breton, sich - entgegen den Vorstellungen des Unternehmens - für großzügige Abfindung Forgeards eingesetzt zu haben. Nach PS-Chef Hollande fordert daher auch Bayrou den Rücktritt Bretons.

c) Internationale Themen

Große Bandbreite internationaler Themen, darunter prominent erneut Hintergründe zum Amoklauf in Virginia. LE FIGARO berichtet über die Reise des Generalsekretärs des Quai d'Orsay, Faure, nach Afghanistan und Gespräche, die er dort zur Freilassung französischer entführter Mitarbeiter der NGO (Non-Government-Organisation) "Terre d'enfance" führt. Präsident Chirac habe hierzu letzte Woche auch mit Karzai telefoniert.
Neben einer Darstellung der Überlegungen zu dem von den USA geplanten Raketenabwehrsystem in Europe veröffentlicht LE MONDE ein Interview hierzu mit dem tschechischen Außenminister Schwarzenberg, der zunehmend Stimmen zugunsten des US-Systems ausmacht, darunter auch die des deutschen Verteidigungsministers.

Ruanda

Bislang habe der Quai LE MONDE zufolge noch keinen Kommentar zur Eingabe Ruandas beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag veröffentlicht, Paris müsse zunächst die Kompetenz des Gerichtshofs anerkennen.

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