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Spannungen zwischen Äthiopien und somalischen Islamisten 19.06.2006

I. Überblick

Auf den Titelseiten: Fußball - nach dem wenig ermutigenden erneuten Unentschieden der französischen Mannschaft.
Außenpolitische Themen: EADS, Kolumbien, Spannungen zwischen Äthiopien und den somalischen Islamisten ( FIGARO), Referendum in Katalonien, Tod Saidulajews in Tschetschenien, Festnahme des gegenwärtigen Chefs des Hauses Savoyen, Vittorio Emanuele, in Italien. Beginn einer Afrika-Rundreise des chinesischen Premierministers Wen Jiabao (FIGARO, LES ECHOS). LIBÉRATION befasst sich mit der Arbeitsaufnahme des Menschenrechtsrates und lässt Eric Sottas (Anti-Folter-Organsation) mit Kritik zu Wort kommen: "Wer hat den Mut, China an den Pranger zu stellené". Ebenfalls in LIBÉRATION: Positive Einschätzung der Gespräche Hamas-Fatah über das "Dokument der Häftlinge".

II. Wichtiges im Einzelnen

Weiterhin beschäftigen sich sämtliche Zeitungen mit dem Fortgang der Auseinandersetzungen in und um EADS. Titel z. B. in LES ECHOS: "Heute Krisensitzung der Geschäftsführung und Eigentümervertreter von EADS in München", andernorts ähnliche Überschriften. LE PARISIEN: "Forgeard jetzt Zielscheibe der deutschen Medien". SPIEGEL und FAZ hätten die Art und Weise kritisiert, wie Forgeard in einem Moment der Schwierigkeit auch noch die deutschen und die französischen Mitarbeiter und Führungskräfte gegeneinander aufbringe. In LA CROIX Leitartikel mit dem Résumé: "Noel Forgeard hat eine interne Untersuchung angekündigt, um zu ermitteln, wer für die Verspätungen in der Produktion des A 380 verantwortlich ist, ein Problem, von dem er sagt, er habe erst kürzlich davon erfahren. Wenn das aber so ist: Kündet das nicht von schweren Organisationsmängeln des Unternehmensé Und das wirft die Frage nach seiner eigenen Verantwortung auf."

In LA CROIX und in LES ECHOS Nachlesen zum Europäischen Rat mit ähnlichem Tenor: "Die 25 stellen sich einer gewagten Doppel-Herausforderung 2008" (LES ECHOS): Ende 2008 wolle man sich der institutionellen Reform wieder zuwenden ("von der nur eines sicher ist: dass sie den Namen 'Verfassung' verlieren wird, der als zu ehrgeizig eingeschätzt wird"), wobei man die Zwischenzeit für praktische Projekte und " Ergebnisse" nutzen wolle, um den Bürgern wieder Vertrauen in das Projekt Europa einzuflößen. Was aber, so LES ECHOS, wenn die Resultate in dieser Zeit nicht überzeugené Dann werde das Vertrauen eben nicht wiederhergestellt sein, im schlechten Falle wieder mit negativen Auswirkungen auf die institutionelle Reform. "Dreißig Monate, um einen neuen Vertrag auszuhandeln" formuliert LA CROIX.
Beide Blätter
beschreiben auch die Diskussion um die "Erweiterungskriterien", die von Frankreich in Gang gesetzt worden sei, das teilweise, aber nicht in allen Punkten, von Dänemark, Österreich und den Niederlanden unterstützt worden sei.

Deutschland: Im JOURNAL DU DIMANCHE von gestern ein weiterer Beitrag über die patriotische Begeisterung wegen der WM in Deutschland und die Fragen, die manche bei so viel Patriotismus stellen. Das Blatt notiert den bisher weitgehend fehlgeschlagenen Versuch der Rechtsextremen, darunter die NPD, aus der Begeisterung irgendeinen Vorteil für sich zu schlagen.
In LES ECHOS ein Interview mit Thomas B. Quaas von Beiersdorf: "In Deutschland ist wieder Optimismus da." Ebenfalls in LES ECHOS: Bericht über das Phänomen Korruption im Fußball angesichts des zwölf-Milliarden-Geschäftes, das er eben auch darstelle.

(Quelle: Pressereferat der deutschen Botschaft in Paris)


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