Immobilienleasung in Frankreich

III.) Immobilienleasing

Unter dem steuerrechtlich interessanten Immobilienleasing („crédit bail immobilier“) versteht man nach französischem Recht die Nutzungsüberlassung von gewerblich genutzten Immobilien mit der Möglichkeit eines späteren Eigentumserwerbes des Mieters.

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Ein Unternehmen als Leasinggeber gibt einem anderen Unternehmen als Leasingnehmer eine Immobilie zur gewerblichen oder freiberuflichen Nutzung und räumt diesem Unternehmen zusätzlich die Option ein, später Eigentum daran zu erwerben, d.h. es wird dem Mieter eine mietrechtliche Nutzungsüberlassung mit einer Kaufoption gewährt.  Das Immobilienleasing untersteht bankenaufsichtsrechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen. Mangels zivilrechtlichen Bestimmungen beruhen Leasingtransaktionen im Allgemeinen auf umfangreichen Verträgen. Die gesetzlichen Bestimmungen zur Geschäftsraummiete finden auf das Immobilienleasing keine Anwendung.  Es müssen daher Regelungen zu Kündigungsmöglichkeiten des Leasingnehmers vertraglich vereinbart werden. Bei Eigentumserwerb durch einen Dritten (Vermieter) während der Vertragslaufzeit tritt der Erwerber in die Rechte und Pflichten des Veräußerers ein.

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